Korsett und Corsage
Sowohl die Bezeichnung Korsett als auch Corsage gehen zurück auf das französische Wort ‘corps’ für Körper.
Das Korsett ist die versteifte, erweiterte Form des Mieders. Es wird nur als Unterbekleidung getragen und bezeichnet ein eng am Oberkörper anliegendes Kleidungsstück, das eine schmale Taille formt. Als klassische Korsettform gilt bis heute die Sanduhrform. Das Korsett wird meist im Rücken geschnürt und zaubert so einen flachen Bauch und ein verführerisches Dekolleté. Es gibt vollsteife und halbsteife Korsetts. Die vollsteife Ausführung ist eher für kräftigere Frauen (ab Konfektionsgröße 42) geeignet, halbsteife Korsetts für schlanke Frauen.
Ursprünglich sind die Füllstäbe aus Fischbein gefertigt, werden aber mittlerweile meist durch Plastik oder Stahl ersetzt.
Die Corsage weist eine dem Korsett ähnliche Machart auf, ist aber weicher und ursprünglich nicht zur Formung des Oberkörpers, sondern lediglich zur Stützung des Busens gedacht.
Corsagen werden nicht geschnürt, sind aber ebenso wie Korsetts mit Stäbchen verstärkt, um auch ohne Träger nicht zu verrutschen.
Die Corsage kann im Gegensatz zum Korsett sowohl als Unterwäsche wie auch als Oberbekleidung getragen werden.
Als Oberbekleidung wird die Corsage entweder direkt an einen Rock angenäht (z.B. beim Pettycoat) oder als Einzelstück zu Hose oder Rock getragen.